Jupiter - Rat und Tat

JUPITER Wirtschaftstreuhand GmbH, Buchprüfungs- & Steuerberatungsgesellschaft

A-1210 Wien, Pius Parsch-Platz 2; +43 (1) 278 12 95-0

Sie erreichen uns während unserer Kernzeiten
Mo - Do 8 bis 16 Uhr und Fr 8 bis 13 Uhr.

Termine sind nach vorheriger Vereinbarung natürlich auch außerhalb unserer Kernzeiten möglich!

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Blitzinfo:

Anrechnung von Karenzzeiten

August 2019 / Für Geburten ab dem 01.08.2019 wurde die Anrechnung von Karenzzeiten für DienstnehmerInnen neu geregelt. Bisher wurde gesetzlich nur die erste Karenz im Ausmaß von max. zehn Monaten für Ansprüche,

die sich nach der Dauer der Dienstzeit richten, angerechnet. Besserstellungen gab es in bestimmten Kollektivverträgen oder Betriebsvereinbarungen. Geburten bis zum 31.07.2019 bleiben in der alten Regelung.
Für Geburten (bzw. Adoptions- und Pflegekinder) ab 1. August 2019 wird es nun wesentliche Änderungen geben:
Alle Zeiten der Elternkarenz werden für Ansprüche, die sich nach der Dienstzeit richten, voll berücksichtigt. Diese Anrechnungsbestimmungen gelten für jedes Kind! Damit sind die Zeiten der Karenz den normalen Dienstzeiten gleichgestellt. Dies bedeutet, dass zum Beispiel Gehaltsvorrückungen, Ansprüche für Jubiläumsgelder, der höhere Urlaubsanspruch oder längere Kündigungsfristen nun von der gesamten Dienstzeit inklusive Karenzzeiten zu berechnen sind.

e-card ab 01.01.2020 nun doch mit Foto

August 2019 / Ab 01.01.2020 ist auf allen neu ausgegebenen oder ausgetauschten e-cards ein Lichtbild dauerhaft anzubringen, das den Karteninhaber/die Karteninhaberin erkennbar zeigt. Bis 31.12.2023 müssen alle alten e-cards gegen neue e-cards mit Foto ausgetauscht sein.


Die Fotos der Karteninhaberinnen und Karteninhaber werden der Sozialversicherung von folgenden behördlichen Registern zur Verfügung gestellt:

  1. Identitätsdokumentenregister (Passbehörde)
    Hier sind alle Fotos von gültigen österreichischen Reisepässen und österreichischen Personalausweisen gespeichert.
  2. Führerscheinregister
    Hier sind alle Fotos von gültigen österreichischen Scheckkartenführerscheinen gespeichert.
  3. Fremdenregister
    Fotos von Inhabern von Aufenthaltstitel, Fremdenpass, Konventionsreisepass, etc.

Die in diesen Registern vorhandenen Fotos werden auf die e-card übernommen. Wenn Sie zumindest eines dieser Dokumente haben, müssen Sie nichts unternehmen. Ihre neue e-card mit Foto erhalten Sie rechtzeitig, bevor die alte abläuft, spätestens Ende 2023.
Haben Sie keinen der oben genannten Ausweise, müssen Sie vor Ablauf der Gültigkeit Ihrer e-card (steht auf der Hinterseite der Karte), ein Foto in Passbildqualität zur Verfügung stellen.
Kinder unter 14 Jahren erhalten weiterhin in jedem Fall eine e-card ohne Foto, unabhängig davon, ob ein Foto aus einem der Register verfügbar ist. Personen, die im Jahr der Ausstellung der neuen e-card das 70. Lebensjahr vollenden oder bereits vollendet haben bzw. in Pflegestufe 4, 5, 6 oder 7 eingestuft sind, sind per Verordnung von der Verpflichtung ausgenommen, ein Foto abzugeben.
Nähere Informationen unter www.sozialversicherung.at, dort soll es auch in Kürze einen Foto-Sofort-Check geben, mit dem Sie prüfen können, ob ein Foto aus einem der genannten Dokumente für Ihre e-card vorhanden ist.

Rechtsanspruch auf Papamonat

Juli 2019 / Das freie Spiel der Kräfte im Parlament hat uns mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ und Liste Jetzt den Rechtsanspruch auf den Papamonat (Väterkarenz und Väterfrühkarenz) beschert. Was natürlich aus Sicht der Familie absolut zu begrüßen ist müssen allerdings wieder einmal die Arbeitgeber bezahlen.



Bisher konnte der Papamonat nur mit Zustimmung des Dienstgebers in Anspruch genommen werden. Ein Recht darauf gab es nur im öffentlichen Dienst und in einzelnen Kollektivverträgen.

Das ist jetzt anders. Väter, die mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt leben, müssen ihre Absicht nur rechtzeitig dem Arbeitgeber melden und zwar spätestens drei Monate vor dem errechneten Geburtstermin. Damit beginnt, und das ist ein Novum, ein Kündigungs- und Entlassungsschutz zu laufen.

Dieser neue Papamonat kann im Zeitraum von der Geburt des Kindes bis zum Ende der Schutzfrist für die Mutter genommen werden.

Davon unabhängig ist die Freistellung nach dem Väterkarenzgesetz, das es schon länger gibt.

Freuen wir uns also uneingeschränkt über den Nachwuchs unserer Mitarbeiter und über die Geburt eines neuen Steuerzahlers.

Rat & Tat - Klienten-Info / Sonderausgabe Start Up online!

Juli 2019 / Unsere Klienten-Journal-Sonderausgabe Start Up/Gründer wurde komplett überarbeitet, ist nun wieder vollständig upgedated und damit am allerletzten Stand. Wenn Sie als gestandener Unternehmer von Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen möchten, angesprochen werden, haben Sie hier einen kompletten Leitfaden, auf den Sie verweisen können. Er enthält alles, woran man denken muss und auch was man besser vermeiden sollte.
Unsere Sonderausgaben „Betriebsnachfolge“ und „Auto“ sind ebenfalls topaktuell und stehen zum Download (oder am Bildschirm lesen) bereit!

Achtung bei Überweisung an FA ab Juli!

Juni 2019 / Ab Anfang Juli 2019 werden nur mehr Überweisungen zugunsten der IBAN mit der Struktur
ATxx 0100 0xxx xxxx xxxx

entgegengenommen. Viele Banken ändern betroffene Daueraufträge von sich aus, aber bitte prüfen Sie genau. Bei Überweisungen an einen falschen IBAN können im Zuge der Rücküberweisung Fristen versäumt werden und Kosten entstehen (z.B. Säumniszuschläge).



Die IBANs finden Sie auf der Homepage des BMF unter "Ämter und Behörden"

Elektronische Zustellung für Unternehmer ab 2020

Mai 2019 / Das Zustellgesetz regelt, wie behördliche Schriftstücke von Gerichten und Verwaltungsbehörden zuzustellen sind.

Ab 01.01.2020 ist die elektronische Zustellung solcher Schriftstücke für Private möglich, für Unternehmer (= alle über umsatzsteuerlicher Kleinunternehmergrenze) verpflichtend.
Bis 01.01.2020 müssen sich Unternehmer über das Unternehmensserviceportal (www.usp.gv.at) oder einen anderen zugelassenen Zustelldienst zur elektronischen Zustellung anmelden. Wir empfehlen das Unternehmensserviceportal zu nutzen, da dieses auf einer Seite vielerlei Amtswege ermöglicht und man dort auch Informationen, die man im Unternehmensalltag braucht, abrufen kann.
Um aber das Unternehmensserviceportal nutzen zu können, ist unbedingt eine Handysignatur oder eine Bürgerkarte mit Terminal notwendig! Sollten Sie nicht bereits eine Handysignatur oder Bürgerkarte besitzen, bitte unbedingt bald eine solche besorgen. Näheres finden Sie z.B. unter www.buergerkarte.at, da gibt es Info zu beiden Möglichkeiten des elektronischen Zugangs.
Im USP (Unternehmensserviceportal) steht das elektronische Postfach "MeinPostkorb" zur Verfügung.
Hat man sich am USP registriert, muss man sich zu "MeinPostkorb" anmelden und bei einem Zustellsystem registrieren, um auch RSb- und RSa-Briefe empfangen zu können. Nähere Info dazu bei uns.
Erledigungen von finanzonline werden weiter in finanzonline zugestellt, daneben erfolgt eine Info in "MeinPostkorb"

Einziehungsauftrag für Steuern?
Ab Mitte des Jahres 2019 soll es möglich sein, Einkommen- und Körperschaftsteuer mittels Einziehungsauftrags an das Finanzamt zahlen zu können. Das nur als vorläufige Information und zur Überlegung, wir haben noch keinen genauen Starttermin und Modalitäten vom Finanzamt erhalten und werden Sie diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

Spekulationsgeschäfte

Mai 2019 / Dieser Begriff betrifft den privaten Bereich von uns Steuerpflichtigen. Normalerweise ist die Veräußerung von Wirtschaftsgütern des Privatvermögens nicht steuerpflichtig. Eine wichtige Ausnahme besteht jedoch,

und zwar, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und der Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt. In diesem Fall ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Veräußerungserlös einerseits und den Anschaffungskosten und Werbungskosten andererseits der Besteuerung zu unterziehen.

In der Praxis Bedeutung hat dieser Spekulationstatbestand in erster Linie bei Edelmetallen und Kunstgegenständen. Sie kaufen Gold zu einem günstigen Kurs. Kurze Zeit später steigt der so hoch, dass Sie einem Verkauf nicht widerstehen können. Dieser Gewinn ist steuerpflichtig, wenn er € 440 im Kalenderjahr übersteigt.

Vorsicht: Wenn Sie ein Hobby sehr rege betreiben und es häufig zu Käufen und Verkäufen kommt, könnte die Finanzverwaltung eine gewerbliche Tätigkeit annehmen, die immer Steuerpflicht auslöst.

Früher hatte die Spekulationsfrist auch bei Einkünften aus Kapitalvermögen und Liegenschaften Bedeutung. Seit einer gesetzlichen Änderung im Jahr 2012, es wurde eine Endbesteuerung eingeführt, sind diese Fälle aber nicht mehr betroffen.